Interview Axpo: Wir fordern gleitende Marktprämie

Verhältnis von Winter- und Sommerproduktion

Siehe Photovoltaik/Produktionsverhalten

Die Aussage von Thomas Sieber im Interview unterschlägt bei PV im Mittelland rund 25-45%, während die PV im alpinen Raum um 15% besser dargestellt wird (gemäss diesen 250 Anlagen). Die Frage ist nun, was ist die Absicht dieser falschen Darstellung oder ist es einfach nur Unwissenheit in der Technologie Photovoltaik? Eine interessante Frage lautet, wer kann wo und wofür Fördergelder abholen. Hier liegt nahe, dass Axpo bei den herkömmlichen Gebäuden keine Kraftwerke erstellen kann/muss, weil die Immobilienbesitzer dies selber bewerkstelligen können. Aber in den alpinen Gegenden kommen nur die grossen Kraftwerksbetreiber in Frage.

Gross- vs. Kleinanlagen

Es liegt in der Natur des Wortes, dass nur GROSSanlagen zur Versorgungssicherheit beitragen könne. Jedoch wird bei solchen Aussagen nicht beachtet, dass Kleinanlagen in einer Anzahl von zehntausenden gebaut werden und Grossanlagen nur mit wenigen hundert Stück vertreteten sind. Mehr als 3/4 des Neuzubaus sind Kleinanlagen. Analysen vom Produktionsverhalten hunderter Anlagen zeigen, dass Kleinanlagen durch ihre Generatoren-Diversität und Dachintegration besser für die Versorgungssicherheit sind als Grossanlagen, welche meistens auf Flachdächern oder sehr flachen Schrägdächern gebaut sind. Flache und aufgeständerte Anlagen haben das Problem, dass nach einem Schneefall der Schnee länger liegen bleibt. Fassaden sind dagegen immun und dachintegrierte Anlagen deutlich weniger anfällig.

Persönliche Bemerkung

Wenn über Winterstrom und dessen Wichtigkeit diskutiert wird, so sollte man bei wahrheitsgetreuen Fakten bleiben. Die breite Bevölkerung muss davon ausgehen, dass eines der etabliertesten Stromunternehmen der Schweiz die Fakten kennt und im Namen der Schweizer Bevölkerung handelt, zumal die Axpo vollständig im Besitz der öffentlichen Hand ist. Nach 10 Jahren Kampf einiger Energieunternehmen gegen Fördergelder und die neuen Erneuerbaren in der Schweiz sind nun die Chancen erkannt, um selbst Fördergelder abzuholen und davon im grossen Stil zu profitieren.