Netzintegration

Negative Konsequenzen für die Stromnetze aufgrund von Photovoltaik werden dramatisiert und die daraus resultierenden Netzausbaukosten sind deutlich überschätzt.

Dienstleister, Netzbetreiber und BFE verwenden in ihren Studien und Netzsimulationen falsche Ausgangsgrössen in Bezug auf Photovoltaikanlagen. Dies ist nicht ganz unbegründet, weil die Solarbranche heute keine oder suboptimale Netzintegration anwendet. Das Positive dabei ist, dass wir noch viel Verbesserungspotenzial haben. Die Hälfte der heute gerechneten und für PV erforderlichen Stromnetze können freigegeben werden. Oder anders ausgedrückt: heute rechnen wir mit 100% Mehrbedarf als wirklich notwendig wäre.

Bevor die Resultate bisheriger Analysen aus über 1'000 Produktionsjahren (5-Minuten Auflösung) von Hunderten realer PV Anlagen aufgeschaltet werden, kann folgendes Statement als Kurzzusammenfassung der Resultate gemacht werden:

  • Der geringe Verzicht von 1-3% der jährlichen PV Produktion gibt eine heute besetzte Netzkapazität von 30-50% frei - abhängig von angewendeten Techniken und der Bauweise der PV Anlage.
  • Der Verzicht erfolgt zu Zeiten, in welchen genügend Leistung im Stromnetz vorhanden ist.
  • Mit Hilfe von dynamischer Leistungsbegrenzung und einer «Fallback-Leistung» beim Wechselrichter wird keine Symptombehandlung notwendig, sondern Ursachenbekämpfung betrieben. Siehe dazu den Lösungsvorschlag.

Das Poster von der 17. Nationalen Photovoltaik-Tagung zeigt die Zusammenfassung der bisherigen Leistungsbegrenzungs-Resultaten.

Die erste Stufe der Feldanalyse von Anfang 2019 zeigt bereits deutlich das Potenzial der einfachen statischen Leistungsbegrenzung.